Looting the Normal


das Gewöhnliche Plündern
Plattformen der Künste, Stiftung Kunstfonds
Fundraising, Konzept

Unter dem Titel “Looting the Normal” deklinieren die eingeladenen Künstler*innen, Kurator*innen und Netzwerke ihre Sichtweise von Normalität. Ob Geschlechteridentitäten, Wetterphänomene, Orientierungen, Natur- oder Kulturlandschaften, sie erproben einen Entwurf für ein mögliches Zusammenleben von Idee und Realität. Sie zeigen Arbeiten, die es sich zur Aufgabe machen, das Nebeneinander in einer unstimmigen Welt praktikabler zu machen, und erzählen Geschichten, in denen sich Tatsachen, Fiktionen und mögliche Zukünfte wechselseitig beeinflussen.

Das KunstWerk Köln ist ein selbstverwaltetes Künstlerhaus im Süden von Köln Mülheim und als Struktur ein  massives bauliches Entré zu einem einst geschichtsträchtigen Industrieviertel. Seine Rückwand ragt wie ein sympathisch gestrandetes Schiff als eines der wenig belebten Orte in ein Stadtviertel, das sich seit Jahren im Umbruch befindet und seit fast einem Jahrzehnt durch kolossal vernachlässigte Baugruben, haushohe Sandberge und bemitleidenswerte Bauzäune auszeichnet. 

Auch das KunstWerk hat als selbstverwaltetes Künstlerhaus seit 1995 die Aufgabe, sich neu zu erfinden und seine Nachbarschaft und die Gegenwart neu zu erkunden. Die KünstlerInnen des Kunstwerks laden unter dem Titel “Looting the Normal” die verschiedenen Facetten ihres Arbeitens in Ausstellungen und Workshops die Öffentlichkeit und künstlerische Netzwerke dazu ein, das Viertel zu beleben, neu zu denken und den städtebaulichen Wandel mitzugestalten und zurückzuerobern und neue Verbindungen zu knüpfen. Den Begriff des Produktionshauses in Form einer lebendigen Infrastruktur für die Öffentlichkeit wird nach der Wiederbegehbarkeit des Innenhofes und der Öffnung des Viertel umso wichtiger, ebenso wichtig ist der Erhalt von Orten in denen sich Emerging Artists ihre Arbeiten erproben, neu erfinden und ausstellen können.

Mit zwei inhaltlichen Strängen beschäftigen sich die Ausstellungen und Workshops im ersten Halbjahr 2023 mit der derzeitigen Gegenwart des Normalen, der Norm, die in fast atemberaubender Geschwindigkeit vor unseren Augen neu dekliniert wird. Wir machen mit. Die Natur und der Körper in seiner einfachsten Form werden mit den verschiedensten künstlerischen Herangehensweisen erkundet, zugänglich gemacht und als Medium für die Kunst gegenwärtig diskutiert. 

Die Formen der Vermittlung erweitern den bisherigen Ausstellungsbetrieb mit Workshops, Einladungen von Nachbarkollektiven und internationalen Netzwerken bis hin zu einem Open Call unsere Rückwand neu zu gestalten und den Stadtraum als künstlerisches Medium vor der Übernahme von Investoren zu entdecken. Das KunstWerk für die Zukunft als künstlerischen Produktionsraum neu zu entdecken. 

Themenstrang Looting the LANDSCAPE        
Januar & Februar: Mikroresidenz ChaosComicClub mit drei Workshops, Wandgestaltungen
März: Ausstellung “Fluid Circulations” (externe Kuration), Diskurs
Mai: Ausstellung “Balance” (Kooperation), anlässlich Fotoszene Köln
April: Workshops & Festival “Extrem”, Animationskunst

Themenstrang Looting the BODY:
April: Ausstellung LORE DEUTZ “In Shape”, Ausstellung
April: Podium/Künstlergespräch “In Shape”, Künstler*innen Gespräch
Juni: Ausstellung “Normalität”, Fotoausstellung
Oktober: Ausstellung “FLUX FLUID”, Installationen


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